Häufigste Aufbaufehler
Die häufigsten Aufbaufehler
Die Gefahren lauern überall. Der gesteigerte Geruchssinn wittert nette Versuchungen – das Straßencafé, den Italiener, die Würstelbude, die Konditorei oder Metzgerei. Bleiben Sie standhaft! Was Ihnen während der Fastenzeit nichts ausgemacht hat, weil Sie einen festen Willen hatten, lockt und verführt jetzt. Die Aufbauzeit sollte etwa die halbe Fastenzeit betragen, nach sechs Tagen fasten also mindestens drei Tage Aufbau.
Das sollten Sie vermeiden:
Fleisch- und Fleischprodukte, Milch und fettreicher Käse, Zucker und Süßigkeiten (Ausnahmen sind Trockenfrüchte und Honig), Fische, Schalen- und Krustentiere, rohes Zwiebelgemüse, Rettich, Kohl und Hülsenfrüchte, Kaffee, Schwarztee, Limonaden und andere gezuckerte Getränke, Nikotin und alkoholische Getränke, allgemein zu viel essen - vor allem Brot und Kartoffeln.
Die weiteren Aufbautage
In den folgenden Tagen wird der behutsame Aufbau der Ernährung fortgesetzt. Der Verdauungsprozess kommt langsam in Gang. Ausgewogene und ballaststoffreiche Nahrung wird zugeführt. Sie können bereits Vieles wieder essen, z.B. Obst und Gemüse, Salat, auch mit allen Gewürzen außer Salz oder wenig Meersalz, Marinade auf Joghurtbasis mit Öl, aber kein gebratenes Fett. Aber auch Kohlenhydrate in Form von Getreideprodukten wie salzarmes Brot oder Knäckebrot, pflanzliches Eiweiß in Gestalt von Soja, Hülsenfrüchten, Joghurt, Quark, nicht Milch. Aber immer daran denken: Eine Mahlzeit verlangt – wie der Name sagt – „gutes Mahlen und Zeit“. (Dahlke, 2004)
Vielleicht nutzen Sie den Tag bei einem Spaziergang oder in Ruhe zu Hause, gedanklich wieder in den Alltag zurückzukehren. Auch wenn Sie während der Fastenzeit gearbeitet haben, war diese Zeit doch kein „normaler“ Alltag. Behalten Sie die lieb gewordenen Rituale der Fastenzeit noch so lange wie möglich aufrecht. Denn auch während des so genannten Alltags tut ein morgendlicher Lauf im Freien, eine kalte Dusche oder etwas Morgengymnastik gut. Auch ein Leberwickel oder ein Einlauf sind nicht nur beim Fasten bewährte Hausmittel und können zur Behebung von Unpässlichkeiten eingesetzt werden. Man kann versuchen, die Gedanken, Gefühle und Vorhaben aus der Fastenzeit in die nächsten Tage, Wochen und Monate mitzunehmen. Der gewohnte Trott schleicht sich erfahrungsgemäß schnell wieder ein. Aber manche guten Vorsätze können auch verwirklicht werden. Vielleicht ändert sich das Leben ja komplett - durch das Akzeptieren und Loslassen beim Fasten oder durch ein „Aha-Erlebnis“, von dem beim Fasten oft berichtet wird.
